Welcome To Karastan // Film // Director's Statement

Director's Statement

Was auf den ersten Blick wie eine absurde Geschichte aussehen mag, hat tatsächlich eine ganz und gar realistische Grundlage. Als ich mit Pawel Pawlikowski die Geschichten ausgetauscht habe, die wir auf Festivals in so unterschiedlichen Ländern wie Kasachstan, der Türkei, Armenien, Afghanistan, Russland, Italien und nicht zuletzt Großbritannien erlebt haben, wurde uns schnell klar, dass ein Film über unsere Erfahrungen gleichzeitig „true-to-life“ und völlig absurd und tiefkomisch sein könnte. Das Land in unserem Film ist erfunden, der Plot mag alle Zeichen einer Farce an sich haben, aber in Wirklichkeit ist die Geschichte von WELCOME TO KARASTAN total realistisch.

Ich habe versucht, die Geschichte so zu behandeln: als eine realistische, glaubwürdige Geschichte, die wirklichen Menschen in einer wirklichen Welt geschieht. Es gab keinen Grund, die komödiantischen Aspekte zu forcieren, keinen Anlass für Stilisierungen oder aufmerksamkeitsheischende formale Schnörkel. In der Welt unseres Films ist die Realität absurd, das Glaubwürdige zum Lachen und das Authentische komisch.

WELCOME TO KARASTAN ist eine Komödie, in deren Subtext immer ernstere Themen mitschwingen. Unser Held ist liebenswert, wir wollen, dass er gewinnt, aber im Grunde ist er blind. Zu Beginn des Films ist er neugierig auf die unbekannte Welt um ihn herum, er fotografiert, er erkundet sie ... bis Tanat mehr und mehr Besitz von seinem Leben ergreift, seinen Blick verengt und die Kunst zur Sucht, zu einer Spielart narzisstischer Blindheit werden lässt.

Es braucht Details und Präzision, um ein Gefühl von Realismus und Wahrhaftigkeit herzustellen – und das Gefühl, dass im nächsten Moment wirklich alles passieren kann. Die Wirklichkeit ist unvorhersehbar, die meisten Filme sind es nicht. Ich bin mit einem eher dokumentarischen Stil und Ansatz an den Film gegangen, als würde man den Figuren wie in einer wirklichen Situation folgen. Die Ironie und die komischen Momente im Film liegen in der Geschichte selbst. Ich wollte, dass die Situationen, das Schauspiel, die Kameraeinstellungen und der Schnitt zurückgenommen sind und sich, abgesehen von den Film-im-Film-Sequenzen, nicht in den Vordergrund drängen. Es ging darum, die Komödie organisch aus dem fruchtbaren Boden der Realität wachsen zu lassen, die ich so oft erlebt habe: Dass Filmemachen im Grunde absurd ist ...

 

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